60 stärkende Gedanken bei Fatigue nach Brustkrebs

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Ich will – aber ich kann nicht. Vielleicht kommt dir dieser Satz bekannt vor.

Du möchtest deinen Haushalt machen, hast Ideen im Kopf, die du gerne umsetzen willst, möchtest dich mit Freunden treffen, aber dein Körper sagt: Nein, ich kann nicht.

Ich kenne diese Frustration. Die Schuldgefühle. Die Traurigkeit. Und das Gefühl, anderen erklären zu müssen, warum etwas nicht geht.
Manchmal fühle ich mich immer noch alleine mit der Fatigue.

Deshalb habe ich hier Gedanken gesammelt, die mir selbst helfen. Manche begleiten mich schon länger, andere sind aus der Erfahrung mit der Fatigue entstanden.

Ich wünsche mir, dass ein Gedanke dabei ist, der dir auch guttut.
Und vielleicht nimmst du am Ende genau dieses Gefühl mit:

Ich bin nicht allein. Ich kann etwas bewirken.

Akzeptanz & Annahme bei Fatigue

  1. Ich akzeptiere, dass ich weniger Energie habe. Das heißt nicht, dass ich es gut finden muss.
  2. Ich darf traurig, frustriert oder wütend darüber sein, dass ich zurzeit nicht so kann, wie ich will. 
  3. Ich darf langsam sein.
  4. Alle meine Emotionen dürfen da sein. Was wollen sie mir zeigen?
  5. Ich darf traurig sein, dass wenig Energie da ist. Und trotzdem behalte ich meine Hoffnung und gehe weiter.
  6. Es ist in Ordnung, gerade nicht so zu funktionieren wie vor der Therapie.
  7. Ich nehme mir die Zeit, die ich brauche.
  8. Ich passe mein Leben an meine aktuelle Realität an.
  9. Vielleicht muss ich gar nicht wieder die Alte werden.
  10. Ich kann nicht alles beeinflussen, aber ich kann beeinflussen, wie ich damit umgehe.

Was ich dabei erkannt habe:
Die Akzeptanz, dass ich nun einfach langsamer bin, als ich es von mir gewohnt bin und dass meine Regeneration langsamer voranschreitet, als erhofft, hat meinen Widerstand aufgelöst. Plötzlich wurde Energie frei, mit der nun Veränderung passieren kann.


Selbstmitgefühl & Selbstwert bei Fatigue

  1. Ich bin nicht faul, ich bin im Energiesparmodus.
  2. Ich bin durch so viel gegangen, habe so viel getragen – jetzt ist die Zeit zum Ausruhen.
  3. Ich schenke mir die gleiche Freundlichkeit, die ich meinen Lieben schenke.
  4. Ich nehme meinen inneren Kritiker wahr und frage mich: Würde ich so mit meiner besten Freundin sprechen?
  5. Ich darf das “Müssen” loslassen. Was “muss” ich wirklich? Muss ich das? Ich setze meine Prioritäten.
  6. Ich bin geduldig mit mir und meinem Körper.
  7. Ich höre auf, mich mit anderen zu vergleichen.
  8. Egal ob ich mich ausruhe oder etwas leiste – mein Wert bleibt dadurch unverändert. Ich bin wertvoll!
  9. Ich habe schon so viel in meinem Leben geschafft. Ich gehe auch gut durch diese Phase.

Was ich dabei erkannt habe:
Durch mein Selbstmitgefühl bin ich meine eigene innere Verbündete, meine beste Freundin geworden. Ich schenke mir selbst Sicherheit und gebe mir halt.🤍 


Meinem Körper zuhören & Regeneration bei Fatigue

  1. Ich bin dankbar, dass mein Körper mich durch so viel getragen hat.
  2. Mein Körper ist kein Problem, das ich lösen muss. Ich höre ihm neugierig zu.
  3. Mein Körper ist mein Verbündeter, durch die Symptome zeigt er mir den Weg.
  4. Ich bin aufmerksam für die Signale, die mein Körper mir sendet.
  5. Ich bin geduldig mit mir und meinem Körper.
  6. Ich gebe meinem Körper den Raum, den er für seine Regeneration braucht.
  7. Ich vertraue darauf, dass mein Körper weiß, wie Regeneration geht. 

Was ich dabei erkannt habe:
Je mehr ich gelernt habe, meinem Körper zuzuhören, desto schneller nehme ich wahr, wenn meine Energie zur Neige geht. Ich nehme meine Bedürfnisse besser wahr und treffe bessere Entscheidungen.


Energie einteilen & Pausen bei Fatigue

  1. Ich richte meinen Tag nach meiner Energie aus.
  2. Ich darf Dinge unfertig liegen lassen und erst einmal eine Pause machen.
  3. Ich teile Aufgaben in kleinere Teilaufgaben auf.
  4. Ich schenke mir bewusst Pausen.
  5. Jede Pause, die ich mir schenke, unterstützt meine Regeneration.
  6. Meine Energie ist ein kostbares Gut und ich nutze sie für Dinge, die mir Freude machen.
  7. Ich setze meine Energie dort ein, wo sie wirklich wichtig für mich ist.
  8. Nicht alles muss heute getan werden.
  9. Ich darf Hilfe annehmen und um Hilfe bitten.
  10. Ich darf Pläne verändern und an meine Energie und Bedürfnisse anpassen.
  11. Gut ist gut genug.
  12. Es darf einfach sein!
    (Wie kann ich es für mich einfacher machen? Was würde mich entlasten und Energie sparen?)

Was ich dabei erkannt habe:
Indem ich meine Energie weise einteile, schütze ich mich vor Erschöpfung und Überforderung. Die Pausen, die ich mache, senken mein Stresslevel und schenken mir Regeneration. Das spüre ich sehr deutlich, wenn ich meine Mediationspause mache.


Selbstfürsorge & für mich einstehen bei Fatigue

  1. Ich darf meine Bedürfnisse ernst nehmen und sie versorgen.
  2. Meine Bedürfnisse sind genauso wichtig wie die der anderen.
  3. Ich frage mich regelmäßig: Was würde mir jetzt gut tun – körperlich, emotional, mental?
  4. Mich selbst gut zu versorgen, ist kein Egoismus, sondern eine Notwendigkeit.
  5. Ich sorge gut für meine Basics, wie gesunde Ernährung, Schlaf und Bewegung.
  6. Die Fatigue hilft mir, Prioritäten für mich zu setzen. Sie unterstützt mich, das zu sehen, was mir wirklich wichtig ist.
  7. Um gut für mich zu sorgen, setze ich wenn nötig Grenzen.
  8. Jede Grenze, die ich setze, ist ein Ja zu mir selbst.
  9. Meine Freude zu vermehren, ist kein “Nice to have”, sondern ein wichtiger Teil meiner Lebensenergie.
  10. Ich muss mir Freude nicht erst verdienen. Ich darf mich ohne Vorleistung freuen.
  11. Es darf mir gut gehen.

Was ich dabei erkannt habe:
Mit meiner Selbstfürsorge sorge ich dafür, dass ich wachsen und aufblühen kann. Jedes Mal, wenn ich mein Bedürfnis ernst nehme, sende ich mir die Botschaft: Ich bin es wert, dass man sich um mich kümmert. 💓 


Erfolge feiern & der eigener Weg bei Fatigue

  1. Nicht jeder muss meinen Weg oder mein Tempo verstehen. Es reicht, wenn ich weiß, dass ich meine Gesundheit schütze.
  2. Jede noch so kleine positive Veränderung zählt.
  3. Ich feiere jeden kleinen Schritt, jeden Erfolg.
  4. Ich gehe meinen eigenen Weg, in meinem eigenen Tempo.
  5. Mein Leben darf sich neu sortieren.
  6. Es muss nicht sofort eine Lösung her.
  7. Ich habe neue Fähigkeiten gelernt.
  8. Auch wenn die Schritte manchmal klein sind – es geht immer weiter.
  9. Ich vertraue meinem Weg.
  10. Ich befinde mich in einem Raum der Möglichkeiten.
  11. Ich bin mehr geworden.

Was ich dabei erkannt habe:
Jedes Mal, wenn ich meine kleinen Erfolge wahrnehme und feiere, verändert sich etwas in meinem Inneren. Wenn ich sehe, was ich trotz Fatigue geschafft habe, fühle ich mich nicht mehr hilflos. Ich sehe: Es geht weiter. Vielleicht in kleinen Schritten, aber ich bewege mich vorwärts.


Mein Fazit

Für mich geht es mittlerweile bei der Fatigue nicht mehr darum, wieder die Alte zu werden.

Vielmehr geht es darum, mich selbst neu kennenzulernen: meinen Körper wahrzunehmen, meine Grenzen zu achten, meine Energie bewusst einzusetzen und herauszufinden, was mir wirklich wichtig ist.

Und mich immer wieder zu Fragen: Wie möchte ich meinen Weg weitergehen?
Darauf muss nicht sofort eine Antwort her.
Wir dürfen Schritt für Schritt herausfinden, welchen Weg wir gehen wollen.

Für mich sind es genau diese kleinen Schritte, die mich immer mehr zu mir selbst führen.
Denn ich spüre jetzt schon: Ich bin mehr geworden.

Welcher Gedanke begleitet dich?

Vielleicht war ein Gedanke dabei, der dich besonders angesprochen hat. Oder du hast selbst einen Satz, der dir im Umgang mit der Fatigue hilft.

Magst du ihn in den Kommentaren teilen? Vielleicht ist genau dein Gedanke das, was gerade ein anderer Mensch braucht. Damit können wir uns gegenseitig stärken.🤍


Weiterführender Artikel

Mehr stärkende Gedanken

Steht dir der Sinn nach mehr stärkenden Gedanken?
Dann schau gerne in meinen Artikel 73 stärkende Gedanken nach einer Brustkrebsdiagnose hinein. Dort findest du weitere Gedanken, die dich auf deinem Weg begleiten können.

➡️ 73 stärkende Gedanken nach einer Brustkrebs-Diagnose

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